Aktuelles

1. Mühlenforum 2017 – Wir drehen uns!  mitWIRkung

Zum ersten „Mühlenforum“- wir drehen uns! wurden alle Mitarbeiter*innen  der Jugendwerkes Rolandmühle gGmbH am 31.01.2017 in das Soziokulturelle Zentrum in Burg eingeladen, um in konstruktiver  Zusammenarbeit, das vergangene Jahr 2016 zu reflektieren und sich als großes Ganzes, Ziele für 2017 zu setzen.

 

In diesem Sinne startete die Veranstaltung um 8.30 Uhr mit einleitenden Worten durch die Geschäftsführerin Sabine Schick, in denen Sie erläuterte, dass die Idee sei, ein innovatives Format einer Betriebsversammlung zu entwickeln. Ganz unter dem Motto des Leitbildes, alle Mitarbeiter*innen des Unternehmens zu beteiligen; Interessen, Wünsche, Bedarfe  und Anregungen aller Mitarbeiter*innen zu berücksichtigen  und gemeinsame Ziele und Handlung Strategien  zu erarbeiten und zu entwickeln.

 

Anschließend ging es in eine Begrüßungsrunde über, in der die verschiedenen Bereiche den Anstoß dazu gaben, sich auf kulturell unterschiedlicher Art und Weise untereinander zu begrüßen. So kam aus dem  Bereich der beruflichen Bildung der Vorschlag, sich orientalisch zu begrüßen, die Schulsozialarbeit stellte eine indische Grußform vor, eine jugendliche Variante wurde vom Soziokulturellem Zentrum präsentiert und die Hilfen zur Erziehung blieben bei der deutschen Art und Weise sich dem Gegenüber vorzustellen.

 

 

Nach diesem gelungenen Start präsentierte Sabine Schick den Jahresrückblick 2016 aus Sicht des Unternehmens. Sie ging auf  Herausforderungen ein, die es zu bewältigen gab, Investitionen, die im vergangenen Jahr getätigt wurden und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bzw. die Erschließung neuer Angebote führte sowie Strukturen, die im Unternehmen weiter entwickelt wurden. Hierbei zu erwähnen sind die Neuerungen durch die stringente Umsetzung des Arbeitszeitgesetz, damit einhergehende  Überarbeitung der Pflegesätze und den Aufbau der Trauma pädagogischen Einrichtung  „Villa Külzau“ in Möser.

In der darauf folgenden Pause gab es Gelegenheit, sich bei Kaffee und Gebäck innerhalb eines kollegialen Austausches untereinander noch besser kennen zu lernen. Danach startete die Arbeit in  einzelnen Workshops, welche sich aus den verschieden Bereichen bildeten. Ziel und Aufgabe war es, das  Jahr 2016 zu reflektieren, sich  Highlights , Stolpersteine und Ressourcen zu vergegenwärtigen  und anschließend dem Plenum  zu präsentieren.

 

Als Methode und zur Präsentation eignete sich hier im Besonderen die „Timeline“ als methodisches Instrument.

So startete der Bereich Hilfen zur Erziehung, in dem Bereichsleiter Andreas Rose mit den  ca. 20 Mitarbeitern*innen an der  Aufgabenstellung arbeitete, einen Weg entstehen zu lassen- „Spuren“-, die mit Ereignissen – Highlights, Stolpersteinen und Ergebnisse –  versehen wurden, die im Jahr 2016 von Bedeutung waren. Nach anfänglicher Unsicherheit, kam die Gruppe sehr gut ins Arbeiten und eifrige Dialoge zeichneten sich ab. Beispielhaft sind hier die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes und das Begleiten von Integration der unbegleiteten minderjährigen ausländischen Jugendlichen zu nennen. Kritisch betrachtet wurde die Personalsituation innerhalb des Bereiches Hilfen zur Erziehung.

 

Silke Kirchhof, Leiterin des Soziokulturellen Zentrums, setzte sich ebenfalls mit Ihrem Team zusammen um die Highlights aus dem Jahr 2016 zusammen zu tragen. Hier lag die besondere Herausforderung darin, aus der Vielzahl der Kreativangebote und Projekte, die individuellen Schwerpunkte des Jahres herauszufiltern. Diese Aufgabenstellung wurde von den Mitarbeitern*innen sehr offen und interessiert entgegengenommen und nach kurzer Bearbeitungszeit konnte man sich schnell auf Ergebnisse konzentrieren. Diese wurden dann anhand eines in Jahreszeiten unterteilten Zeitstrahls bildlich dargestellt. Zu erwähnen sind hier die Neuinstallierung der Projekte in der Flüchtlingsarbeit in der Bahnhofstraße 7. Dazu gehören die NWST Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe und MILA- Multiplikator, Integration, Lernen, Arbeiten. Aus allen Teilbereichen wurden zu den jährlichen auch individuelle Höhepunkte vorgestellt z.B. Gender-Geocaching, der 1. Integrationscup, der Waldlauf in Friedensau, eine große Dankeschön-Veranstaltung für die vielen ehrenamtlich Engagierten und die U 18-Wahl des Jugendclub U27. Zu den besonderen Herausforderungen gehörten u.a. das Thema Aggressionen gegenüber Flüchtlinge, mit denen sich die Mitarbeiter*innen beschäftigen; der Personalwechsel, der eine Kontinuität in der Arbeit erschwerte; die Fahrzeugsituation (fehlende grüne Plakette) und dadurch immer wieder die  Herausforderung,  Fahrten zu organisieren bzw. flexibel an Veranstaltungen z.B. in Magdeburg teilzunehmen.

Auch das Team der Beruflichen Bildung nutzte die „Timeline“ als Methode, um das Geschäftsjahr 2016 ganzheitlich zu reflektieren.Die anwesenden Vertreter/-innen des Bereiches teilten sich dazu in 2 Gruppen. Begleitende Fragestellungen zu Highlights, Ergebnissen und Herausforderungen unterstützten die Gruppenarbeit. Die Arbeitsergebnisse wurden auf Moderationskarten festgehalten und einer zeitlich strukturierten „Line“ zugeordnet. Anschaulich und mit Stolz verwiesen die Mitarbeiter/innen auf das Erreichte im Jahr 2016; die neue Bereichsleitung und Koordination hat sich formiert und strukturiert; nach Ablauf der Förderprogramme konnte die lückenlose Fortsetzung der Projekte STABIL und KA-JL erreicht werden. Die Leistungsprofile beider Projekte haben sich auf der Grundlage des QM weiterentwickelt; eine psychologische Fachkraft unterstützt nunmehr den Casemanagementprozess. Im Ergebnis der intensiven Entwicklungsarbeit mit den Jugendlichen sprechen die Integrationserfolge für sich, d.h. beiden Projekten ist es gelungen, über 50% der Teilnehmenden im Anschluss beruflich zu integrieren.Monatlich durchgeführte Dienstberatungen wurden genutzt, um die Bedarfe der Jugendlichen zu ermitteln und die passgenauen Handlungsstrategien danach auszurichten. Ein Arbeitskreis „Systemisch Denken und Handeln“ wurde ins Leben gerufen und stellt eine weitere Plattform dar, sich in der Anwendung von systemischen und pädagogischen Methoden und Instrumenten zu schulen und zu üben. Vorgenommene Personalveränderungen dienten der Optimierung der Projektabläufe und wurden von den Teams unterstützt. Nicht alle Personalstellen konnten besetzt werden und wurden daher als Ressource für das Jahr 2017 bezeichnet.

Mit dem Blick auf das Jahr 2017 wird sich ein neues Projekt im Jerichower Land etablieren und den Bereich der Beruflichen Bildung erweitern – die Aktive Eingliederung – !

Die Netzwerkkoordinatorin des Bereiches der Schulsozialarbeit, Elke Schmidt,  fand sich ebenfalls mit ihrem  Team  zusammen. Über die Methode eines regen Brainstormings wurden die Highlights des vergangenen Jahres reflektiert. Diese wurden dann in Form einer kalendarischen Abbildung präsentiert. Das Teilnehmer-Monitoring, der Anstieg der Zahlen im Bereich der Kinder mit Migrationshintergrund und  der Schüler/innen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen, den damit verbundenem Mehraufwand in der Einzelfallarbeit waren hier die Schwerpunkte aus dem Jahr 2016.

 

Nach einer ausgiebigen Mittagspause starteten wir unter dem Motto „WIR-auf zu TATEN“ in den Nachmittag. Eine Bewegungsübung mit einem Schwungtuch sorgte dafür, sich durch gezielte Fragen untereinander noch besser kennen zu lernen und erfrischt in die zweite Workshop Runde gehen  zu können.

Im zweiten Workshop der einzelnen Bereiche, war nun die Aufgabe sich im Team Ziele für das Jahr 2017 zu erarbeiten und zu entwickeln. Dies geschah in den Bereichen  der beruflichen Ausbildung und den Hilfen zur Erziehung, in dem man Thementische eröffnete, an denen zu gezielten systemischen Fragestellungen gearbeitet wurde. Das Team der Schulsozialarbeit und des Soziokulturellen Zentrums erarbeiteten anhand eines offenen Brainstormings ihre Ziele für 2017. Insgesamt war der Nachmittag sehr entwicklungs- u. ressourcenorientiert ausgerichtet. Es ergaben sich eine Vielfalt von  Ideen,  Anregungen, Bedarfe und Wünsche. In der Kürze der Zeit blieb der Prozess weitgehend ergebnisoffen. Daher werden die Ziele 2017 in allen Bereichen innerhalb der nächsten 4 Wo nachgearbeitet.

 

 

Jedoch konnten schon erste Ergebnisse präsentiert werden.

 

Das Team der beruflichen Bildung konnte in dieser Zeit einige Hauptschwerpunkte für das Jahr 2017 festlegen. So möchte man insgesamt an der Projektstabilität und der Mitarbeiter*innenzufriedenheit arbeiten und eine Kontinuität in der Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen erreichen.

Bedarfsorientierte Projektarbeit, die Verbesserung des Schul- bzw. Klassenklimas, Integration, Elternarbeit/Familienarbeit und verstärkte Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sind Ziele die sich im Bereich der Schulsozialarbeit gesetzt wurden. Diese wurden in Form eines Mindmaps präsentiert.

 

 

 

 

 

Die Schwerpunkte aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung stehen ganz unter dem Schlagwort Entwicklung. So legt man hier das Augenmerk auf die Qualität der pädagogischen Prozesse, Optimierung u.  Weiterentwicklung technischer Voraussetzungen, Weiterbildung der Mitarbeiter/innen aber auch eine Kontinuität innerhalb der Personalbesetzung. Ebenso wäre ein Ziel an dem es zu arbeiten gilt, eine Möglichkeit zu finden, um die Kinder und Jugendliche in dauerhafte Freizeitangebote vermitteln zu können.

 

 

Ähnliche Ergebnisse entstanden beim Team des Soziokulturellem Zentrums. Auch hier möchte man sich der Weiterbildung der Mitarbeiter/innen widmen, die Projektvielfalt erweitern und die Qualitätsstandards verbessern.

 

Wie bereits erwähnt, kamen alle Teams nicht zum endgültigen Abschluss und möchten dies in den einzelnen Bereichen zeitnah vertiefen und vervollständigen.

 

Abschließend  ergriff  die Geschäftsleitung, vertreten durch Sabine Schick und Gesellschafter Kuno Robert zur Zielstellung 2017 das Wort. Frau Schick verwies innerhalb des Unternehmens auf Ressourcen in der Kommunikationsstruktur und ist guter Dinge, dass das Geschäftsjahr 2017 betriebswirtschaftlich  genauso erfolgreich wie 2016 verlaufen wird. Der Focus in 2017 liegt auf Personalentwicklung. Dazu wird eine neu zu bildende Steuerungsgruppe. Weitere Arbeitsaufgaben liegen in der Optimierung von Rahmenbedingungen und Konditionen des pädagogischen Alltags sowie der Begleitung der inhaltlichen und konzeptionellen Arbeit innerhalb der Bereiche, aller Hilfeformen und Angebote. Diese Gelegenheit nutzte auch Herr Robert und bedankte sich ausgiebig bei allen Mitarbeitern/innen für das erfolgreiche Geschäftsjahr, die erbrachten Leistungen sowie die inspirierenden Visionen für das Jugendwerk Rolandmühle gGmbH in 2017.

 

Ganz unter dem Motto „Wir drehen uns!“ fand die Veranstaltung ihren krönenden Abschluss in einem gemeinschaftlichen irischen Tanz aller Anwesenden. Nach anfänglichem Zögern und dem Erlernen der Schrittfolge, war dies ein weiteres Instrument um das WIR-Gefühl aller Anwesenden zu stärken.

 

 

Als insgesamt gelungene Veranstaltung, soll künftig die Betriebsversammlung des Jugendwerkes Rolandmühle gGmbH weiterhin in diesem durchaus gewinnbringenden Format stattfinden.

Ein großer Dank geht an alle Mitarbeiter/innen und Jugendliche des Projektes STABIL für die köstliche Verpflegung und dem Team des Soziokulturellen Zentrums für die Organisation und helfenden Hände in der Vorbereitung.

© Alle Fotos und Grafiken erstellt durch Herr Stephan Meisel